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Deutschland hat im EU-Vergleich die schlechteste Einkommensentwicklung

Christopher Cederskog am 09.09.09

Laut einer neuen europäischen Studie zur Einkommensentwicklung 2008 haben sich die Löhne der Arbeitnehmer in Deutschland erheblich schlechter entwickelt als in anderen EU-Ländern. Erschreckend sei auch die in Deutschland herrschende Ungleichheit in den Gehaltsklassen der Geschlechter.

Die Welt berichtet, dass die Einkommen in Deutschland im vergangenen Jahr lediglich um 0,1 Prozent anstiegen. Damit bildet die Bundesrepublik das Schlusslicht, zumal die Arbeitnehmer im EU-Durchschnitt 1,3 Prozent mehr Geld zur Verfügung hatten. 2007 betrug der Anstieg der Reallöhne, laut Spiegel, in der Europäischen Union 3,6 Prozent. In diesem Jahr verzeichnete Deutschland einen Rückgang von 0,1 Prozent.

Besonders nachteilig wirkt sich die miserable Einkommenssituation Deutschlands für Frauen aus, die 23 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen in adäquater Position. Der Vizechef der europäischen Gewerkschaften, Reiner Hoffmann, kritisierte laut Financial, dass Frauen in Deutschland zwar besser ausgebildet sind, aber dennoch weniger verdienten. „Die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen in Deutschland ist ein Skandal“, sagte der Vizechef des Europäischen Gewerkschaftsbundes gegenüber Welt. „Die Arbeitgeber in Deutschland müssen endlich umdenken und Frauen gleiche Rechte bei der Entlohnung einräumen. Andere Länder zeigen doch, dass das geht.“

Zu dieser Äußerung möchten wir zugleich folgende Fragen in den Raum stellen: Wie sehen Sie das? Werden Frauen im Beruf immer noch ungleich behandelt? Und woran liegt das?

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